The black Line
Geschrieben von: admin in Allgemein, Kurze Gedanken | wong it! | Druckfreundliche Version:
Tags: körper, kunst, philosophie, strange, theorie
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Schwarzes Blut fließt durch den Körper, als Erinnerung an den Bund von Leben und Tod. Wir sind auf einer langen Reise, die keine Spuren hinterlässt. Unser Gepäck ist der Gedanke an das Ziel, von dem wir gestartet sind. Doch ist dieses Blut archaisch, es ist das Blut des Maschinen-Menschen. Seine Solidarität ist eine Solid-arität - fest, auf einem Gleis, in die Zukunft, ohne zurückzublicken, die Tradition als ein Token um den Hals hängend.
Ich gehöre nicht zur Familie, zum Stamm des schwarzen Blutes. Warum nicht? Weil mein Eintritt in die Überwindung der Distanzen nicht die Form eines Führerscheins hat. Es gibt keine Räume mehr, die es zu überbrücken gilt. Der Zweck der Reise ist nicht mehr das Laben an den Kilometern, sondern das erfühlen des Gewebes, das uns mit der Welt, mit den Kulturen der Welt, verbindet. Es ist nun eine Gedankenreise, „The white Line”. Das Folgen eines Pfades ist nicht mehr genug. Vielmehr hat sich der Pfad aufgelöst, er ist nun der kleinste Teil einer großen Reise. Er ist nun die Substanz einer Anschauung, einer Welt, die es zu erfühlen gilt. Es ergibt keinen Sinn mehr, das Steuer in seine Hände zu nehmen, um ein Vehikel zu navigieren. Die ganze Kraft der Sinne wird darauf verwendet, selbst in der Welt zu sein. Dadurch gibt man keine Kontrolle ab, sonder man gewinnt Kontrolle zurück. Nicht mehr die Geschwindigkeit, sondern die Langsamkeit, nicht mehr der Raum als Körper, in den man sich einschreibt, sondern als Körper aus dem man ließt. Die Welt wird wieder zu einer Geschichte, die einem erzählt. Doch diesmal sind es nicht die Zungen der Engel, sondern die Augen der Adamah, die uns erzählen. Wir schreiben als Fleisch zum Fleisch und denken als Fleisch zum Fleisch.

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