Archiv für 10. Mai 2007

Das liest sich auf Golem dann so:

Schäuble übernimmt Schirmherrschaft des LinuxTag
Veranstaltung findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2007 in Berlin statt

Wie auch in den letzten Jahren, hat der LinuxTag 2007 in Berlin einen prominenten Schirmherren: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Die Veranstaltung findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2007 zum ersten Mal in der Bundeshauptstadt statt.

Was kann man dazu noch sagen? Schäuble, der Mann der Ergebnisse aus Folterverhören verwenden will, der Mann der die deutschen Bürger insgeheim überwachen will, der Mann der versucht langsam unsere Demokratie in einen Überwachungsstaat zu verwandel, ist also Schirmherr des LinuxTag.

Aber gut, Linux ist ja ein “offenes” System. Das bedeutet man kann es auch dazu verwenden anderen Menschen zu schaden. Man kann es auch verwenden die Unterdrückung weniger anpassungsfähiger Systeme zu erreichen. Freiheit lässt sich immer dazu gebrauchen Unfreiheit zu erzeugen.

Doch sollte da nicht auch noch eine Community sein? Was passiert den auf diesem LinuxTag? Wer kommt da sonst noch? Sollte man nicht davon ausgehen können, das nun viele Teilnehmer absagen?

Mir ist davon zumindest nichts bekannt. Ich sehe auch keine Internetaktion. Kein Unterschriftenliste oder ähnliches. Kann es sein, das die Deutschen sich mit Hingabe gegen James Bond Darsteller und die Marge Simpson Synchronstimme ins Zeug legen, beim Verfall ihrere Freiheit aber tatenlos zusehen?

Ja, meine Fragen sind extrem. Doch langsam muss auch mal Schluss sein. Gerade von der Linux Community konnte ich mir am wenigsten vorstellen, das sie sich mit einem Schäuble ins Bot pferchen lassen. Zudem wenn sie sich so billig kaufen lassen:

Zudem soll ein erfolgreiches Linux-Projekt der Fußball-WM in Deutschland vorgestellt werden.

(hört, hört!)

Ja, seit sauer auf mich. Doch bin es nicht, der mit des Teufels Advokat am 30.Mai an einem Tisch sitzt.


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