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Wir werden im Kino und in den Medien immer gerne mit dem Helden konfrontiert. Er hat das was keiner hat. Er kann das was keiner kann.
Mit der Zeit glauben wir es. Jeder von uns wäre gerne ein Held, aber leider sind wir nicht die mutigen, superschlauen, glücksbeschenkten Halbgötter, die uns da von der Leinwand her anlachen.

Doch da hab ich eine Neuigkeit für euch:
Wir sind es doch! Wir wissen es bloß nicht!

Alles was in den nächsten 30 Jahren
erfunden und geschrieben, gedacht und gemacht wird, steht heute schon in Bücher. Man muss sie nur aufschlagen und nachlesen was morgen passieren wird. Damit meine ich nicht Nostradamus oder ähnlichen Humbug. Ich rede von der einfachen Tatsache, das jeder Mensch auf Wissen zurückgreifen muss um etwas neues schaffen zu können. Das bedeutet nichts anderes als: Alles was in den nächsten 30 Jahren passiert, geschieht auf Grundlage des Wissens der heutigen Zeit. Entsprechend der Entwicklung könnten auch nur die nächsten 15 Jahre sein. Doch das sollte uns nicht stören, denn es reicht schon mit einer guten Idee 1 Jahre voraus zu sein und schon ist man der Held des Tages.

Wichtig ist hier, das man nicht das macht, was alle anderen auch machen. Denn dann wird man zu dem gleichen Ergebnis kommen wie alle anderen. Es ist erst mal wichtig, seine eigene Phantasie zu benützen. Moment mal! Ich habe doch gerade geschrieben das es in Büchern steht, warum dann eigene Phantasie?
Es gibt nicht nur Millionen von Büchern und Zeitschriften, sondern es werden inzwischen Millionen davon jedes Jahre herausgebracht. Es bringt also relativ wenig, einfach in die Bibliothek zu gehen und loslegen zu wollen. Wichtig ist, erst mal eine ungefähre Richtung zu haben.

Wie bekomme ich diese Richtung?
Um das tun zu können, muss man bewusst leben. Wenn ihr glaubt, das man das Wichtigste in der Uni lernt, dann liegt ihr ganz falsch. Es hat einen Grund, warum die meisten großen Denken (auch wenn sie an Unis gelehrt haben) Schulen verdammt haben. Auch ich als kleiner Wurm bin da der gleichen Meinung. Schulen verdummen die Menschen. Natürlich habe ich an Unis wunderbare Menschen kennen gelernt und viele viele Dinge gelernt - und ich tue es auch heute noch. Die Welt und das was in ihr passiert ist jedoch unglaublich groß und komplex. Es ist also kein Wunder, das in Schulen nur ein minimalster Bereich dessen gezeigt werden kann, was in der Welt wichtig ist.

(Wenn man Glück hat, und ich hatte dieses Glück, an der Uni eine/n Prof. zu haben der/die einem die Augen öffnet, dann ist das eine wundervolle Sache. Leider passiert sowas eher selten, aber wenn es passiert, dann sollte man diese Chance nicht verpassen.)

Aber wo findet man dann gute Ideen?
Ganz einfach: Im Leben. In jeder Sekunde die man lebt. Egal ob man gerade arbeitet, lernt, spielt, schläft oder besoffen in einer Bar sitzt, lernt man etwas über die Welt. Dieses Wissen ist es, in dem die Schlüssel zu dem stecken was man später als neue großartige Entdeckungen Feiern wird. Seit naiv und stellt euch dumm. Schaut in die Welt mit den Augen eines Narren. Denn was dann passiert, ist das man die Grenzen, die Scheuklappen, die Blindheit plötzlich verliert. Man fängt an Dinge in der Welt zu sehen, die vorher nicht da waren.

Der Grund hierfür ist sehr einfach: Wir sehen unsere Welt nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn das die Daten der Augen verarbeitet. Daher können wir nur Dinge sehen, die das Gehirn als solche auch erkennt. Wir sehen die Welt also in der Art wie sie uns in der Schule vermittelt wurde und wir sehen sie auf Grundlage dessen, was in unseren Köpfen an Wissen vorhanden ist. Wenn wir nun neue Zusammenhänge finden oder sie einfach zum Spaß bilden, dann erkennen wir das die Welt etwas völlig anderes ist, als das Ding, das Objekt, das stumme Teil, das uns die ganze Zeit wie Dreck vor den Füßen lag.

Hier noch eine Übung, wie man seine Phantasie aktivieren kann:
Wenn Sie ein paar Minuten freie Zeit haben, dann denken Sie sich zwei Dinge ihrer Wahl, egal was. Nun versuchen Sie ein Verbindung zwischen diesen beiden Dingen herzustellen.

Ein Beispiel:
Spam und Regentanz. Was hat das miteinander zutun? Vielleicht ist der Regentanz nichts anderes als das, was auch in den Spam-Mails stattfindet. Es gibt immer wieder Menschen die diese Mails anklicken, obwohl sie wissen das es nur Humbug ist. Doch was Spam und Regentanz verbindet, ist die Hoffnung. Um noch einen Schritt weiter zu gehen. Es ist nicht nur die Hoffnung, es ist auch die Sozialisierung. Spam-Mail für Viagra zeigt, das man nicht alleine ist. Auch wenn es Spam ist, kann einem diese Mail (im Falle der Betroffenheit) ein Gefühl geben, nicht alleine zu sein mit diesem Problem. Gehen wir noch einen Schritt weiter: An Spam Mail kann man sehen, das es viele Menschen gibt, die ein bestimmtes Problem haben, über das sie sich nicht zu reden trauen oder für das sie keine Hilfe suchen. Sei es Impotenz, das Gefühl nicht schön genug zu sein, Armut oder die Angst im Leben nicht genug erreicht zu haben. Spam kann uns also sehr viel über die spezifischen Probleme der westlichen Welt sagen und Regentanz zeigt uns das diese Probleme und dieses Hoffen Teil des Menschen seit seiner Anfänge sind. Man kann hier noch viel weiter denken und auf weitere spannende Verbindung kommen. Tun Sie das!

Diese Übung macht Spaß und wenn man sie hin und wieder mach, wird man nie in die Lage kommen das einem die Phantasie ausgeht. Doch besser noch als das: Man wir auf viele Dingen und Verbindungen stoßen, an die sonst keiner Gedacht hat. Verbindungen aus Wissen das schon da ist, aber nicht genutzt wird.

Denken sie an die Dampfkraft. Im Westen wusste man über Jahrtausende wie man Dampfkraft verwenden kann um Dinge zu bewegen. Doch erst viele viele Jahrhunderte später kam man auf die Idee Dampfkraft und Arbeitskraft miteinander zu verbinden. Es entstand die Industrialisierung. Aus einer einfachen Verbindung entstand so die wichtigste Entwicklung der modernen Welt.

Man sieht also: Es gibt keine genialen Menschen. Es gibt nur Menschen, die Spaß daran haben anders zu denken.

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