Zitat:
Verlage, Buchhändler und Schriftsteller zeigen sich besorgt, dass Deutschland “seine Rolle als eine der führenden Kultur- und Bildungsnationen verliert.” Da Deutschland ein Land ohne große Bodenschätze sei, müsse “in besonderem Maße auf geistig-schöpferische Leistungen” gesetzt werden, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
(siehe Golem.de)
Ich möchte nicht wissen was das für Schriftsteller sind. Denn es kann sich wohl nicht um Leute vom Fach handeln. Fachliteratur hat einen sehr geringen absetzt. Meist sind es nur Bibliotheken oder einzelnen Wissenschaftler, die sich diese Publikationen oder den Zugang zu den Datenpools kaufen. Teils zwingen Professor/innen ihre Student/innen dazu ihre Publikationen zu kaufen, um den Absatz zu steigern und so ein Zweitauflage zu erreichen oder den Erfolg der Publikation zu schönen.
Doch man muss sich fragen, was eigentlich die Aufgabe der Wissenschaft ist. Kann es Sinn einer Forschungsarbeit sein, die Ergebnisse in einer Publikation zu verkaufen, das 60, 70, 80 Euro und mehr kostet? Einem Publikation, die nur einen Absatz von wenigen Hundert Stück hat und das nur von wenigen tausend Menschen gelesen werden wird?
Wohlgemerkt, diese Publikationen sind meist nicht selbsttragend. Der/die Autor/in verdient nichts daran, sondern muss einen Kostenbeitrag zahlen, damit die Publikation überhaupt veröffentlicht wird. Meist besteht ein Teil dieser Kosten aus Zuschüssen des Staates - also des Steuerzahlers.
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