Sexualität, Erotik und Gender in der österreichischen Literatur und Kultur

Österreich und seine Metropole Wien sind im frühen 20. Jahrhundert einer der kulturellen Knotenpunkte im zentraleuropäischen Raum, wo wirkungsträchtige Diskurse über Sexualität, Erotik und Gender aufeinander treffen: Zu nennen wären etwa die Literatur der Frühen Moderne mit Autoren wie Arthur Schnitzler und Peter Altenberg, Karl Kraus’ Sittlichkeit und Kriminalität, Otto Weiningers Geschlecht und Charakter, der Trivialroman jener Zeit (Josefine Mutzenbacher; Hugo Bettauer), die Anfänge der Sexualwissenschaft (Sigmund Freud, Friedrich Salomon Krauss u.a), Rosa Mayreder und die frühe Frauenbewegung, die Erotik in der Kunst von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Alfred Kubin, die zeitgenössische Kunstfotografie u.v.a. Vorläufer dieses Interesses an der Sexualität als Thema von Literatur und Kultur sind aber bereits im ausgehenden 19. Jh. zu bemerken - z.B. in den Werken von Leopold v. Sacher-Masoch und Hans Makart -, wenn nicht schon in der erotischen Kultur des Josephinismus im späten 18. Jh.

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Webfind:
http://www.zombiepinups.com/monique/

Seite auf der die Skulpturen von Monique Motil zu bewundern sind. Die Künstlerin und ihre Figuren wurden auch im Roman “Ein todsicherer Job” (eng. “A Dirty Job”) von Christopher Moore gewürdigt. Ihrer Aussage zufolge handelt es sich bei der Kombination aus zusammengewürfelten Tierskeletten und klassischen Outfits jedoch nicht um eigenständige Kunstwerke. Die “Kreaturen” sind eher als Modepuppen für die kleinen Kostüme gedacht, welche sie selbst schneidert.

De|ge|ne|ra|ti|on die; -, -en :

1. (Biol., Med.) Verfall von Zellen, Geweben od. Organen.

2. vom Üblichen abweichende negative Entwicklung, Entartung; körperlicher od. geistiger Verfall, Abstieg
Duden - Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl. Mannheim 2005 [CD-ROM]

Degeneration wird also laut Duden als negative Entwicklung beschrieben. Der Verfall des Auges? Der Abstieg des Auges?
Ich verwende den Begriff der Degeneration ebenfalls im Sinne des Verfalls, nicht aber des negativen Verfalls. Es geht um eine vielleicht willentliche, vielleicht unbewusste Veränderung des Auges. Gleichwohl handelt es sich um eine herbeigesehnte, gewünschte, erhoffte Veränderung. Auch hier handelt es sich um einen Vorgang, der durchaus unbewusst stattfinden kann. Es ist möglich etwas zu wollen und nichts davon zu wissen. Die Degeneration des Auges halte ich für eine derartige Entwicklung.
Sie ist der Schleim, der Schmutz, die Unsauberkeit, das Ungeziefer, welches einen gereinigten, organisierten Raum befällt, sobald man ihn sich überlässt, ja sobald man ihn dem Lebendigen überlässt. Das Auge überzieht sich mit Schleim, verwandelt sich in seiner Form, kommt der Höhle wieder näher, in deren Inneren ein Tier wohnt, das hinterlistig darauf wartet, wie eine Spinne über das herzufallen, was sein Heim betritt.
Degeneration ist Verfall, wie es auch Verlust ist, etwas wird weggenommen, es wird weniger. Aus einer anderen Position könnte man es vielleicht für Spezialisierung halten. Doch das ist es nicht. Es ist schlecht und absurd, weil es diese Eigenschaften als die Quelle seines Lebens und die Hoffnung seines Todes erkennt. Den Rest des Eintrages lesen »

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Diese Ausgabe hat einen Umfang von 70 Seiten, vollgepackt mit interessanten Artikeln zum Thema Multitude. Wir haben uns bemüht eine große Spannweite von Themen zu bieten. Auch die Auswahl der Autoren ist gut verteilt. Übrigens, sollten sie auch ein Autor/in unseres Magazins werden wollen, dann scheuen sie sich nicht, uns Themenvorschläge oder Artikel zu senden. Das Superfluence Magazin ist ein offenes Format. Die Redaktion wird für jede Ausgabe neu gebildet und sollte sich immer aus frischen und kreativen Geistern zusammen setzten.
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Die Beiträge der ersten Ausgabe:

Olivio Sarikas:
* DAS SUPERFLUENCE.COM PROJEKT
* ZUM POTENZIAL DER VIRTUELLEN MULTITUDE
* DIE KÖRPER DER MULTITUDE

Philipp Levar:
* DIE CLANS DER MULTITUDE:
ARCHAISCHE STRUKTUREN IN DER POSTMODERNE ODER DIE RÜCKKEHR IN DIE IMMANENZ

Christopher Alten:
* ZUR ANALYSE ZEITGENÖSSISCHER LEBENSFORMEN - PAOLO VIRNO UND JOHAN HUIZINGA - EIN SYNOPTISCHER VERSUCH

Mark Federman:
* THE CULTURAL PARADOX OF THE GLOBAL VILLAGE

Matteo Pasquinelli:
* RADICAL MACHINES AGAINST THE TECHNO-EMPIRE. FROM UTOPIA TO NETWORK

Schlagworte zur Ausgabe:
Multitude, Paolo Virno, Grammatik der Multitude, Agamben, Michael Hardt, Antonio Negri

Schwarzes Blut fließt durch den Körper, als Erinnerung an den Bund von Leben und Tod. Wir sind auf einer langen Reise, die keine Spuren hinterlässt. Unser Gepäck ist der Gedanke an das Ziel, von dem wir gestartet sind. Doch ist dieses Blut archaisch, es ist das Blut des Maschinen-Menschen. Seine Solidarität ist eine Solid-arität - fest, auf einem Gleis, in die Zukunft, ohne zurückzublicken, die Tradition als ein Token um den Hals hängend.
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